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Louis de Funès: Herzinfarkte und Karriere

Julian Weber Koch • 2026-07-14 • Gepruft von Sofia Wagner

Kaum ein Komiker hat das Publikum so sehr in seinen Bann gezogen wie Louis de Funès, der mit seiner rasanten Mimik und seinem unverwechselbaren cholerischen Temperament Millionen begeisterte. Doch hinter der lauten Fassade verbarg sich ein gesundheitlich angeschlagener Perfektionist, der zwei Herzinfarkte überlebte und dessen Karriere von seinem Gesundheitszustand geprägt war.

Geburtsdatum: 31. Juli 1914 ·
Todesdatum: 27. Januar 1983 ·
Anzahl Herzinfarkte: 2 ·
Berühmtester Ausspruch: „Aber, aber, aber!“ ·
Bekannteste Filmreihe: Die Gendarmen von Saint-Tropez

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht
  • Seine Filme laufen regelmäßig im Fernsehen (WELT)
  • Schloss Clermont bleibt in Familienbesitz (Der Spiegel)
  • Sein Markenzeichen als cholerischer Gendarm ist unvergessen (domradio)

Sieben Fakten auf einen Blick: Das sind die wichtigsten Lebensdaten von Louis de Funès.

Merkmal Wert
Geburtsdatum 31. Juli 1914 (Wikipedia)
Geburtsort Courbevoie, Frankreich (WDR)
Todesdatum 27. Januar 1983 (DW)
Todesort Nantes, Frankreich (WELT)
Nationalität Französisch (BRF)
Beruf Schauspieler, Komiker, Regisseur, Drehbuchautor (domradio)
Bekannt für Cholerische Gendarm-Rollen, hohes Tempo, Mimik (Der Spiegel)

Die Bandbreite seiner Rollen und sein unverwechselbarer Stil machen ihn bis heute zu einer der prägendsten Figuren des französischen Films. Das Muster ist klar: Seine größten Erfolge basierten auf der perfekten Mischung aus Wut und Komik.

Wie viele Herzinfarkte hatte Louis de Funès?

Wie viele Herzinfarkte überlebte er?

  • Er erlitt 1975 einen ersten Herzinfarkt nach 198 Aufführungen des Stücks „Valse des toréadors“ (Wikipedia).
  • Acht Tage später folgte ein zweiter Herzinfarkt (WDR).
  • Den dritten, tödlichen Infarkt erlitt er am 27. Januar 1983 (domradio).
Hinweis: Die Herzinfarkte von 1975 und 1983 sind dokumentiert, aber die genauen Umstände des ersten Infarkts variieren je nach Quelle.

Die Implikation: De Funès überlebte zwei Herzinfarkte, aber der dritte war nach Meinung von Ärzten eine Folge der dauerhaften Belastung.

Welche Auswirkungen hatten die Herzinfarkte auf seine Karriere?

  • Nach dem ersten Infarkt musste er beruflich kürzertreten (Der Spiegel).
  • Bei Dreharbeiten war ein Kardiologe anwesend (film.at).
  • Er zog sich 1980 weitgehend aus dem Filmgeschäft zurück (WELT).

Was das bedeutet: Die Herzinfarkte zwangen den Perfektionisten zu einer langsamer werdenden Karriere, obwohl er niemals ganz aufhörte.

War Louis de Funès krank?

Welche anderen Krankheiten hatte er?

  • Er litt unter Depressionen und hatte Angst vor dem Tod (BRF).
  • Nach den Herzinfarkten wurde er als gesundheitlich schwer belastet beschrieben (film.at).
Vorsicht: Obwohl de Funès nach seinen Herzinfarkten sein Arbeitspensum reduzierte, verbarg er seine gesundheitlichen Probleme weitgehend vor der Öffentlichkeit.

Das Muster: Seine Gesundheit war fragil, aber er verbarg dies weitgehend vor der Öffentlichkeit.

Wie ging er mit seiner Gesundheit um?

  • Er reduzierte sein Arbeitspensum und bestand auf medizinischer Betreuung (Der Spiegel).
  • Privat zog er sich zurück und widmete sich seinem Schloss (WELT).

Der Trade-off: Der Drang, weiter zu arbeiten, stand im ständigen Konflikt mit seiner angeschlagenen Gesundheit.

War Louis de Funès ein Choleriker?

Wie äußerte sich sein cholerisches Temperament?

  • Sein Bühnencharakter war cholerisch – er spielte oft wütende, tobende Figuren (WELT).
  • In den 1960er-Jahren verkörperte er im Stück „Oscar“ einen cholerischen Geschäftsmann (WELT).

Das öffentliche Image des Cholerikers ist eng mit Rollen wie dem Gendarm Cruchot verbunden (Der Spiegel).

War er privat auch so?

  • Privat wurde de Funès von Berichten als eher ruhiger Familienmensch beschrieben (BRF).
  • Er war ein Perfektionist am Set, aber nicht aggressiv (domradio).

Der Widerspruch: Das, was das Publikum liebte – die Wutausbrüche – war nur eine Rolle. Der echte de Funès war zurückhaltend.

Für welchen Ausspruch ist Louis de Funès bekannt?

Welche berühmten Sätze werden ihm zugeschrieben?

  • „Aber, aber, aber!“ – sein Markenzeichen (WELT).
  • „Das ist ja wohl die Höhe!“ – ein weiterer Klassiker (Der Spiegel).

Diese Sätze sind untrennbar mit seinem Image verbunden und werden bis heute zitiert.

Welcher Ausspruch ist am bekanntesten?

Am bekanntesten ist „Aber, aber, aber!“, das er in vielen Filmen mit wütender Gestik und rollenden Augen vortrug (DW). Der Satz wurde zum Synonym für seine komödiantische Wut.

Das Fazit: Seine Sprachkreativität trug maßgeblich zu seinem Erfolg bei.

Welche Sprachen sprach Louis de Funès?

Sprach er Deutsch?

  • Er sprach fließend Deutsch, Englisch, Italienisch und Spanisch (WELT).
  • Manche Quellen sagen, er habe nur Grundkenntnisse in Deutsch gehabt (BRF).

Die Unsicherheit bleibt: Der genaue Umfang seiner Sprachkenntnisse ist nicht abschließend geklärt.

Welche Dialekte beherrschte er?

Er beherrschte verschiedene regionale Akzente, die er in seinen Rollen einsetzte (film.at). Seine Fähigkeit, mit Stimme und Mimik zu spielen, war legendär.

Was das bedeutet: Sprachliche Vielseitigkeit war ein Teil seines komödiantischen Werkzeugs.

Fazit: Louis de Funès war ein komplexer Künstler: äußerlich cholerisch, innerlich verletzlich. Für Filmfans: Seine Werke bleiben Pflichtprogramm. Für Gesundheitsinteressierte: Sein Umgang mit Herzkrankheiten zeigt, wie Belastung und Leidenschaft kollidieren können.

Zeitleiste

Sechs Schlüsselmomente im Leben von Louis de Funès, die seine Karriere und Gesundheit prägten:

  • 31. Juli 1914: Geburt in Courbevoie (Wikipedia)
  • 1945: Erste Filmrolle (DW)
  • 1964: Erster Film der Gendarm-Reihe: „Der Gendarm von Saint-Tropez“ (WELT)
  • 1975: Erster Herzinfarkt (WDR)
  • 1980: Rückzug aus dem Filmgeschäft (Der Spiegel)
  • 27. Januar 1983: Tod durch zweiten Herzinfarkt (domradio)

Die Chronologie zeigt: Seine produktivste Phase lag vor der ersten Herzattacke; danach verlangsamte sich das Tempo.

De Funès’ öffentliches Image als Choleriker kontrastiert stark mit seiner privaten Zurückhaltung, während seine gesundheitlichen Rückschläge den Perfektionisten hinter der Komik offenbaren.

„Vor 40 Jahren starb der große Komiker – eine Würdigung seiner Karriere.“

– Stern-Artikel (laut domradio)

„Cholerischer Gendarm von Saint-Tropez – die Paraderolle des französischen Komikers.“

– Domradio (domradio)

Zwei Perspektiven auf das gleiche Phänomen: Die öffentliche Wahrnehmung reduzierte de Funès auf seine Rolle, während die private Person dahinter verblasste.

Für das deutsche Publikum, das ihn vor allem durch die Gendarm-Filme kennt, ist die Botschaft klar: Der wahre Louis de Funès war weit mehr als der tobende Komiker – er war ein leidenschaftlicher Künstler, der trotz schwerer gesundheitlicher Rückschläge sein Publikum bis zuletzt begeisterte. Seine Filme werden auch künftige Generationen zum Lachen bringen, aber die Erinnerung an den Menschen hinter der Maske verdient einen eigenen Platz.

Verwandte Beiträge: Geschichte von Louis de Funès · Choleriker-Image von Louis de Funès

Weitere Quellen

whoswho.de, 20min.ch, mz.de

Häufig gestellte Fragen

Wem gehört das Schloss von Louis de Funès?

Das Schloss Clermont in der Dordogne gehört der Familie de Funès. Es wird heute von seinen Nachkommen bewohnt (WELT).

Wie reich war Louis de Funès?

Sein Vermögen bei Tod wird auf mehrere Millionen Euro geschätzt, genaue Zahlen sind nicht öffentlich (Der Spiegel).

Wie viele Filme hat Louis de Funès gemacht?

Er drehte über 150 Filme, die genaue Zahl variiert je nach Quelle (film.at).

Wo wurde Louis de Funès geboren?

Er wurde am 31. Juli 1914 in Courbevoie bei Paris geboren (Wikipedia).

Wer war Louis de Funès’ Frau?

Er war zweimal verheiratet: von 1936 bis 1942 mit Germaine Carroyer, dann ab 1943 mit Jeanne Augustine Barthélemy, genannt „Jeanne“ (WDR).

Wann starb Louis de Funès?

Er starb am 27. Januar 1983 in Nantes (domradio).

Was war seine Todesursache?

Ein Herzinfarkt, nachdem er zuvor bereits zwei Herzinfarkte überlebt hatte (WDR).



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